Silberzweig

Gemüt, bald laß bei Ölbäumen vom Bangen,
Zu ihren Silberzweigen blick um Rast!
Hier ist kein Weib verstört vorbeigegangen.
­
Wo, Mutter, du dein Feld gesegnet hast,
- Weil Kore wiederkam, mit heißen Wangen -
Sei, durch Zypressen, ich, zu Ruh erfaßt!

Quelle:
Theodor Däubler
Attische Sonette
Leipzig 1924
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Verdammt! was hat er mit den vierhundertfünfzehn Dollars gemacht?

Posted by Admin on Mai 29. 2012 Filed under Uncategorized | Comments (2)

Als wir hinaufkamen, sammelten sich alle um den Tisch. Der König zählte und stellte die Goldstücke auf, dreihundert in jedem Häufchen - zwanzig elegante kleine Türmchen. Jedermann sah hungrig und mundwässrig darauf hin. Dann wurde alles wieder in den Sack gethan und ich sah, wie der König schon wieder zu einer Rede Atem schöpfte. Dann sprachen sie alle über den Verstorbenen, wie gut er gewesen, was für ein großer Verlust und der gleichen mehr. Bald drängte sich ein großer Kerl zur Thüre herein, der hatte Kinnbacken wie aus Eisen. Er stand zuhörend und zusehend und sagte nichts, und auch niemand sprach zu ihm, denn der König sprach und alle hörten ihm zu. Südafrika: Riesenwelle reißt Menschen ins Meer - Eine physikalische Definition von Freak Waves gibt es nicht. Der Schätzung einer Schifffahrts-Beratungsfirma zufolge sanken zwischen 1969 und 1994 weltweit mehr als 22 größere Frachter nach Konfrontationen mit Freak Waves 525 Menschen kamen dabei ums Leben. Auch in den letzten Jahren gab es spektakuläre Fälle: Viel Aufsehen erregt hat in Deutschland das Zusammentreffen der MS Bremen mit einer Riesenwelle im Februar 2001 im Südatlantik. Ob es sich bei diesen unterschiedlichen Erscheinungsformen um das gleiche physikalische Phänomen handelt, ist noch unklar. Die Seegebiete südöstlich und östlich von Südafrika sowie die Südspitze Südamerikas (Kap Hoorn) sind berüchtigt für das Auftreten von Monsterwellen. Warum gerade an gewissen Stellen wie Kap Hoorn häufiger solche Riesenwellen beobachtet werden, wird seit einigen Jahren erforscht. Das Kreuzfahrtschiff, dessen Brücke zerstört wurde, entging nur knapp dem Untergang. Es durchbricht die Welle, um wieder in ein steiles Tal zu geraten, während der Mittelteil und das Heck zu diesem Zeitpunkt noch unter voller Belastung der Welle stehen. Selbst im Mittelmeer kann es gefährlich werden. Die Louis Majesty könnte den sogenannten Drei Schwestern begegnet sein. Am 3. Laut Statistik der Lehrbücher konnte es sich bei den Ereignissen nur um extreme Ausreißer handeln. Viele Augenzeugen beschreiben sie als einzelne Wasserwand, die sich wie aus dem Nichts vor ihnen aufgebaut habe. März 2010 starben auf dem Kreuzfahrtschiff Louis Majesty zwei Passagiere, als drei Wellen, bei denen es sich möglicherweise um Freak Waves gehandelt hat, die Fenster zu einem Salon durchschlugen. […]

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Priesnitz-Wasserfall - Dresdener Heide - Dresden Klotzsche

Posted by Admin on Mai 29. 2012 Filed under Uncategorized | Comments (2)

Ziel unseres kurzen Spaziergangs von der S-Bahn-Station Elbflorenz Klotzsche ist der Priesnitz-Wasserfall in der westlichen Dresdner Heidekrautlandschaft. Man kann die Wünsche absolut nicht zu hoch schrauben, wenn jeder Wasserfälle bei der sächsischen Schweiz oder gar einen Gebirge persönlich kennt. Dessen ungeachtet ist der eher kleine Wasserfall mit kärglicher Fallhöhe hinreißend anzuschauen. Die Waldwege wurden manierlich ausgeschildert, so dass jeder schon nach wenigen Minuten am Priesnitz-Wasserfall eintrifft. Von da führen einige Stufen herauf zur Ludens Ruh, der romantisch liegenden Wanderhütte, an der man mit aller Muße pause machen kann. Bedauerlicherweise wird hier wenig Rücksichtnahme auf die Natur genommen, so dass aus dem Fenster geworfener Abfall, nunmehr nach der Hütte fault. Einen Weg weiterhin entlang der Priesnitz ist das Strömen des Flüsschens ständiger Begleiter bis zur Melzerquelle. Von dort weiter, vorbei am Kletterwald Dresdner Heide die gelbgepunktete Kennzeichnung an der Priesnitz entlang. Es ist bereits ein tolles Empfinden bei ca. 0 Grad draußen umher zu baden, bis zum Hals ist es ansehnlich heiß wie auf den Kopf fallen die riesigen Schneeflocken. Bei 2 kurzen Wasserfällen kann man auch seinen Die Birne wärmen zu können. Und eigentlich hoffte ich jeweilig, dass mehr lag, als nötig war. Es existiert noch ein Therapiebecken ebenso wie ein Pool für Kranke des Gebäudes. Die Besonderheit der Anlage stellt ein Außenbecken mit 32 Grad Wassertemperatur, welches jeder anhand eine Schiffshebewerks erreicht. Eine Heißluftbad zählt auch zu dieser Badelandschaft, muss aber gesondert getilgt sein. Aber vermochten das wirklich nur am Tau befinden? Über ein Jahr nahm sich der Herr eine andere Gespons. […]

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Wo ist die Liebe geblieben?

Posted by Admin on Mai 29. 2012 Filed under Uncategorized | Comments (2)

Ach, so sterben alle Lieder, die so lange Liebe suchen in dem Weibe. Liebe, nein, die währt nicht lange, dient dem Leibe bloß zum süßen Zeitvertreibe. Ist die Zeit vertrieben, wo ist die Liebe geblieben? Mit den Sinnen muß man die Liebe wild umspinnen; da ist Leben, wiedergeben zu gewinnen. Laß, o laß mich ruhig sterben, drücke mir die Augen zu; laß mich glaubend still zerrinnen, soll ich zweifelnd denn verderben? Gieb im Tode mir nur Ruh. Das waren die Zustände der so oft gepriesenen guten, alten Zeit. Caspar Dulichius wurde am 8. Juli 1655, nach einer anderen Angabe bereits am 3. Juni, auf dem Marktplatze in Kamenz öffentlich mit dem Schwerte hingerichtet. Da halfen nun nicht mehr die Bitten und Tränen des unglücklichen Gefangenen. Ich ward also als ein andrer Jug von einem neuen Mario im Triumph durch einen Rächer aufgeführt, welcher den Feldherrn begleitete, und mußte mich ganz unschuldigerweise nach einem Wirtshause zurückbringen lassen, welches auf der Hälfte des Weges nach Helsingör lag. Mein Feldherr aber hat weder einen großen noch kleinen Triumph wegen dieses Sieges gehalten. Ich traf nicht weit von der Stadt einen Lieutenant an, dem ich erzählte, daß ich diese fünf Meile von Kopenhagen nach Helsingör zu Fuß abgelegt hätte. Mir ist ein solcher Zufall hier in Dänemark begegnet, da ich noch auf dem borrichischen Collegio war und einmal zu Fuß nach Helsingör ging. Ich wandte zwar alles dagegen ein, was ich nur konnte, ich versicherte auf Treu und Glauben, daß ich sein Landsmann sei; ich entdeckte ihm meinen Namen, mein Vaterland, meinen Stand und die Ursache meiner Reise. Hier ward ich aufs schärfste befragt, mein Degen ward mir abgenommen, man verurteilte mich, endlich aber ward ich losgesprochen und mit einer höflichen Entschuldigung wieder in die Freiheit gesetzt. Er freuete sich nicht wenig darüber, daß ich ihm so unvermutet in die Hände gefallen war und befahl, daß ich ihm unverzüglich folgen sollte. Aber es war alles vergebens, und ich mußte mich mit Gewalt in Verhaft nehmen lassen. […]

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Reise nach Antwerpen und London

Posted by Admin on Mai 29. 2012 Filed under Uncategorized | Comments (2)

Immerhin war der neunmonatliche Aufenthalt in dem malerischen Antwerpen mit seiner großartigen Kathedrale belehrend und interessant für mich. Ich lernte dort erst die Größe eines Rubens kennen und verstehen. In der Ferienzeit reiste ich nach London hinüber, fand aber nur wenig Gelegenheit, die moderne Malerei der Engländer näher kennenzulernen. Das Kolorit Turnerscher Bilder fesselte mich am meisten. Erst 1855, auf der Pariser Weltausstellung, bekam ich großen Respekt vor der naiven und charakteristischen Naturauffassung der Engländer. Die englische Abteilung wurde denn auch von den Franzosen als die originellste sämtlicher Völker angesehen. Es kommt mir schier vor, als wenn ein Chemikus Kupfer in Gold verwandlet, als wann ein gemeines Schaffell zu Pergament wird, worauf päpstliche Bullen und kaiserliche Patente geschrieben werden; es ist schier nicht anders, als wann ein schlechter, tumperer und stinkender Nebel von der Erde aufsteiget, und nachmalen in eine schöne glänzende Wolke verkehrt wird, mit einem Wort: David ist hoch kommen, aber wenig ist abgegangen, gar wenig, daß er nicht Alles wiederum verloren, Kron und Thron, Land und Stand, Leut und Beut, Alles ist auf dem Spitz gestanden. Dann wie der David seinem Feldherrn Joab eine Stafette geschickt, worin er ihm in aller Geheim anbefohlen, er solle gewisser Ursachen halber den Uriam an die Spitze der Armee stellen, damit er bald den Rest bekomme, so hat Joab solchen Brief einem seiner vertrautesten gezeigt, doch aber er soll die Sach bei sich behalten; der andere hat wiederum einen guten Freund, doch sub Rosa vertrauet; dieser auf gleichen Schlag mehrmalen einem andern, doch aber, damit es nicht weiter komme. Vorher war er arm, und ist nachmals ein Herr einer ganzen Armee; vorher ein Hirt auf dem Feld, nachmalen gar ein Feldherr; vorher ein gemeiner Mensch, nachmalen ein Haupt der ganzen Gemeinde. Aus was Brunnen ein solches trübes Wasser? Er hat seine eigene Residenzstadt müssen verlassen, und zu Fuß davonlaufen, das ganze Volk war auf des Absalons, dieses ehrsüchtigen aber nicht ehrlichen Menschen, Seite, als der durch den Fuchsschweif bei einem Haar wäre zum Scepter kommen. […]

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Rosen weiß und rot

Posted by Admin on Mai 29. 2012 Filed under Uncategorized | Comments (2)

Die Mondesschimmer fliegen, Als säh ich unter mir Das Schloß im Tale liegen, Und ist doch so weit von hier! Als müßte in dem Garten Voll Rosen weiß und rot, Meine Liebste auf mich warten, Und ist doch lange tot. Quelle: Joseph Freiherr von Eichendorff. Wanderlieder Gedichte 1841 www.zeno.org Das gegenwärtige Schloß zu Radeberg wurde vom Herzog Moritz von Sachsen, dem späteren Kurfürsten, in den Jahren 1543 bis 1546 erbaut und erhielt von ihm, da es auf Felsenklippen aufgebaut war, den Namen Klippenstein. Die Baukosten betrugen, wie alte Urkunden melden, 3240 Meißnische Gulden, 17 Groschen und 3 Pfennige. Vom Erbauer wurde der Klippenstein zu einem Jagdschlosse bestimmt, sowie zu einem Grenzhause und zum Sitze der Amtsexpedition. Die am Fuße des Felsens gelegenen Gebäude, welche noch heute das eigentliche Schloß kreisförmig umschließen, dienten als Amtshaus und wurden später zu Wohnungen für den Schloßtorwärter und den Amtsfrohn, sowie zu Gefängnissen und Stallungen eingerichtet. Noch heute wohnt hier der Amtswachtmeister; auch befinden sich in diesen Gebäuden seit vielen Jahrzehnten die Gefängniszellen. Und in der Naturkundeausstellung wird das Leben von Fledermäusen und Lachsen erklärt. Bei Motorradfahrern ist Hohnstein wegen seiner Nähe zur historischen Rennstrecke Deutschland-Ring seiner bikerfreundlichen Ausstattung mit Schrauberecke, Garagen und Motorradshop äußerst beliebt. Solange die Sonne am Himmel steht, ist er tätig; höchstens in den Mittagsstunden sucht er im schattigen Gelaube der immergrünen Bäume Schutz gegen die drückende Sonne. Sonst fliegt er ohne Unterbrechung von Zweig zu Zweig oder trippelt mit rascher Geschäftigkeit auf den Ästen, den Häusern und endlich auf dem Boden umher. Kaum einer seiner Verwandten übertrifft ihn in der Eilfertigkeit seines Fluges, sicherlich keiner in der Rastlosigkeit, die ihn kennzeichnet. In den letzten Monaten der Dürre hat er seine Mauser vollendet und denkt mit dem ersten Frühlingsregen, etwa Anfang September, an seine Fortpflanzung. Bis dahin lebte er in Scharen; jetzt trennt er sich in Paare, und diese kommen nun vertrauensvoll in die Dörfer und Städte herein und spähen nach einer passenden Stelle unter dem Dache des kegelförmigen Strohhauses oder der würfelförmigen Lehmhütte des Eingeborenen. Hier, in irgendeiner Höhlung oder auf einer andern passenden Unterlage, wird ein wirrer Haufen von dürren Halmen zusammengetragen, dessen Inneres aber eine wohlausgerundete, jedoch keineswegs auch sorgfältig ausgelegte Höhlung enthält. […]

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Wolkenfetzen in dem Wintersturm

Posted by Admin on Mai 29. 2012 Filed under Uncategorized | Comments (2)

Dämmrige Dunkelheit schlummert mithilfe der Gemeinde. Dieses wird weich, knapp warm, Beginn Dezember. Enormes Rasen erhebt sich ebenso wie liefert die Winterzeit von den Felsen. Wie ein großer Chor erklingt er über die Wohngebäude. Die Gehölze krümmen wie auch recken sich wie erreichen bei dessen Rütteln, alte Äste bersten zu Boden, welches modrig, zu lausig ebenso wie schwach ist, knickt wie dünnes Röhricht. In der Tiefsinn des Himmels zappeln die verlöschenden Sterne zwischen gerissenen Wolken, die wie Flaum davon geweht wird. Alles was absolut nicht niet- und nagelfest ist räumt er auf. Der Himmelskörper wird davon geblasen wie auch verkriecht sich hinter zusammen gewehten Wolkenteilen. Er hatte bis anhin nichts gefrühstückt wie ein paar Schneeflocken, die ihm in ihren Mund geflogen, und er sah noch weniger ab, wo das kärgste Mittagbrot herwachsen sollte. Das Trainieren fiel ihm äußerst schwierig, ja schien ihm durchweg unmöglich, weil er über dessen schwarzen Sonntagskleide, welches sein einziges war, den weiten dunkelgrauen Radmantel trug, mit schwarzem Sammet ausgeschlagen, der seinem Besitzer ein erstklassiges und romantisches Aussehen verlieh, alldieweil dessen lange Zeit dunkle Haupthaare und Schnurrbärtchen gewissenhaft gepflegt wurden wie er sich blasser, aber kontinuierlicher Gesichtszüge erfreute. Und die eher kleine Gerda ging ganz ohne Zweifel und neuen Mutes voran. Schneeflocken wie schneeweiße Mücken Fahren in Gruppieren quer im Sturmwind. Die Schneiderin trug in ihrer Beutel kaum etwas als den Fingerhut, welchen er, in Abwesenheit irgendeiner Münze, laufend zwischen den Händen drehte, wenn er der Kälte wegen die Handfächen in die Klamotte schob, und die Finger schmerzten ihm hübsch von diesem Wenden ebenso wie Scheuern. Denn er hatte auf Grund des Fallimentes irgendeines Seldwyler Schneidermeisters seinen Arbeitslohn mit der Profession gleichzeitig verlieren wie auch auswandern müssen. Fein, ich liebte einen Schnee, seit ich zu denken konnte. An dem unfreundlichen Novembertage wanderte ein armes Schneiderlein auf der Raststätte nach Goldach, einer winzigen Gegend, die nur ein paar Std. von Elbflorenz weit weg ist. […]

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Sonne lächeln Veilchen Duft

Posted by Admin on Mai 29. 2012 Filed under Uncategorized | Comments (2)

Die Erde deckt dich zu, ich weiß nicht wo, zu deinem Grab ist mir die Spur verloren. Doch aus der Veilchen frühem Duft umhaucht dein Wesen mich, - aus jedem Kindesauge blickst du mich an - und lächelst dein Sonnenlächeln mir ins wunde Herz . . . Ins Paradies vertrieben. Alle wirklichen Schattenseiten des alten Deutschlands fielen aber eigenttümlicherweise nur dann ins Auge, wenn dadurch die innere Festigkeit der Nation Schaden erleiden mußte. Ja, in solchen Fällen wurden die unangenehmen Wahrheiten geradezu in die breite Masse hinausgeschrien, während man sonst viele Dinge lieber schamhaft verschwieg, ja zum Teil einfach ableugnete. Dies war der Fall, wenn es durch die offene Behandlung einer Frage vielleicht zu einer Besserung hätte kommen können. Dabei verstanden die maßgebenden Stellen der Regierung soviel wie nichts vom Werte und vom Wesen der Propaganda. Daß durch kluge und dauernde Anwendung der Propaganda einem Volke selbst der Himmel als Hölle vorgemacht werden kann und umgekehrt das elendeste Leben als Paradies, wußte nur der Jude, der auch dementsprechend handelte; der Deutsche, besser seine Regierung, besaß davon keine blasse Ahnung. Sonne, von Südosten her grüßen die blau umsäumten Berge der Sächsischen Schweiz, im Vordergrunde hebt sich malerisch die alte Bergveste Stolpen hervor. Nach Süden hin schweift der Blick hinaus zu dem langgestreckten Kamme des Erzgebirges. Auch überblickt man von hier aus das Städtchen Frauenstein mit seinem romantischen Schlosse. Nach Westen zu überschaut man zunächst im Vordergrunde die Stadt Radeberg, die weitausgedehnte Dresdner Heide und dahinter die Elbhöhen bei Dresden. Das Auge ein wenig nordwärts gewendet, überblickt man die Umgegend von Meißen, das Schloß Moritzburg mit seinen Zinnen und die Türme von Großenhain. Bei ganz heiterem Wetter und bei klarer Luft kann man sogar den Kolmberg bei Oschatz deutlich erkennen, der aus weiter, weiter Ferne grüßend herüberwinkt. Nach Norden hin schweift das Auge auf die waldreiche Umgebung von Königsbrück. Rechts davon erhebt sich, sehr deutlich hervortretend, der zweigipflige Keulen- oder Augustusberg, den man vom Eggersberge aus in anderthalbstündiger Wanderung bequem erreichen kann. Östlich treten die Höhen um Pulsnitz, Kamenz, Elstra und Bischofswerda hervor und gewähren einen reizenden Anblick, besonders Abends, wenn die Sonne zum Untergange sich neigt. Man muß sich sehr vor Einseitigkeit des Studiums hüten. Man muß alle Schriftsteller aus mehreren Ursachen lesen; nicht nur der Grammatik und Syntax, des Stils halber, nein, auch des geschichtlichen Inhalts, der geistigen Anschauung wegen; ja man sollte auch die Lektüre griechischer und lateinischer Dichter mit deutschen Klassikern zugleich studieren und ihre Anschauungsweise miteinander vergleichen. So soll auch Geschichte nur mit Geographie vereint getrieben werden, Mathematik mit Physik und Musik; dann steigen herrliche Früchte aus dem Baume der Wahrheit, von einem Geiste beseelt, von einer Sonne beleuchtet, hervor. […]

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Menschensohn tief im Staub

Posted by Admin on Mai 29. 2012 Filed under Uncategorized | Comments (2)

Der Gaukler liegt erschlagen, weil Euch sein Thun misshagt; Noch Viele werden wagen, was Jener hat gewagt. Sie nehmen Euern Namen hin als willkommnen Raub, Und was Ihr gross geträumet, ziehn sie tief in den Staub. Kehrt um, o Faustus! Macht Euch der Höllenbande los! Dem reuigen Sünder öffnet die Kirche mild den Schoss; Des Sünders Rückkehr feiern dort Engel um Gottes Thron, Für reuige Sünder starb einst am Kreuz der Menschensohn! Da gab er die Jagd durch die Hölle auf, schickte sein Gefolge zur Hölle und zertrümmerte wütend sein schönes Jagdschloß Luchsenburg, daß die Steine nach allen Ecken flogen und heute noch den westlichen Abhang des Sibyllensteines bedecken. Der beste Finder verlor die Spur, und wenn ja ein Stück Wild dem Teufel oder seinen Jägern in den Schuß kam, so prallten die Pfeile und Jagdspieße von dessen Haut ab, als wären dieselben mit Stahl gepanzert. Er richtete seinen sonst nie fehlenden Pfeil auf diesen. Da merkte der Teufel, daß er einen mächtigeren Gegner habe, der ihm einen Weidmann gesetzt, den er mit all seinen Teufelskünsten nicht bewältigen konnte. Der Teufel tobte und lästerte gewaltig über das angebliche Ungeschick seiner Leute und Hunde. Einst trat ihm ein stolzer Zwanzigender in den Weg. Diesen verdroß das höllische Spiel des Teufels sehr, und er beschloß, demselben ein Ende zu machen. Da er nun selbst ein gar eifriger Nimrod war und daher alle Jagdstücklein wohl kannte, so machte er sich einmal am Tage Aegidi auf den Weg nach der Luchsenburg, nachdem er sich durch Fasten und Beten gestärkt und mit heiligem Weihwasser besprengt hatte. Von diesem Augenblicke an war es mit dem Jagdvergnügen des Teufels aus, kein Hund stellte mehr einen Edelhirsch oder packte ein Wildschwein. Aber kraftlos sank der Pfeil vor dem Hirsche nieder zur Erde, unversehrt drehte sich das Tier nach dem Jäger um und wendete ihm gleichsam spottend den Rücken. Seit dieser Zeit hat sich der höllische Jäger niemals wieder in dieser Gegend blicken lassen, allein zur Erinnerung an die Tat des heiligen Hubertus wird allemal die Jagd am Tage Aegidi eröffnet. Als er nun von weitem die höllische Jagd heranlärmen hörte, lehnte er sich an einen alten Baum und sprach den Jagdsegen unter Schlagen des Kreuzes. Er war betrogen. Nun lebte damals in derselben Gegend ein christlicher Ritter, genannt Hubertus, den man späterhin unter die Heiligen versetzt hat. […]

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