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Tannennacht

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Ich bin begierig, die Art und Weise kennen zu lernen, wie diese Kurden den Bären jagen, und darum wünsche ich nicht, daß Ihr sofort schießt. […] Mehr lesen

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Das Drama

Verführerin, o Sonne, dein Gestrahle
Beblendet Kore, kühn im Feld;
An schwülem Tag, eine noch heißre Welt
Umfaßt das Kind vieltausendmale.

Wenn es Frühling ist, die Blumen blühen, und tausend Knospen springen, wenn es oben blau und drunten grün, dann fühle ich es mächtig in mir glühen, und singen muß ich, singen die Lerchen im Jubelschall schwärmen, daß Gladiolen, Wiese und Äcker klingen und singen muß ich, singen 048

Ein Stern, der herzt: der Kuß durch Blitz zu Tale
Hat Kore übermannt – dem Gotte fällt
Die Jungfrau in den Arm; sein Lachen gellt
Wie Blut aufs Land, das rasch dem Blick zerfahle!

Beim König Lenz im Blumenland ist Regimentstrompeter Herr Fink, der lustige Musikant, und es Schmettern das versteht, er kann mit seinem frohen Schlag die Menschenbrust bewegen, wie Gladiolen am frischen Frühlingstag nach langersehntem Regen 044

Quelle:
 Theodor Däubler - Attische Sonette - Leipzig 1924­ ­
­
www.zeno.org - Contumax GmbH & Co.KG

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Sonne bei Sonnenaufgang beblendet vom Himmel an schwülem Tag eine noch heißre Welt 015

 

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Tannennacht

Wütend jagen Sturm und Schlossen Durch der Berge Tannennacht, Mühsam mit den müden Rossen Zieht durchs Tal ein Wagen sacht. Mit den Nebelwolken ringend Taucht der blasse Mond hervor, Und ein Posthorn, lustig klingend, Tönet aus der Schlucht empor. Blase nur die schönsten Stücke! Morgen, guter Postillon, Hab' ich mit dem Tagesblicke Meiner Liebsten Briefe schon! Quelle: Erste Liebe Ausgewählte Gedichte - Hermann von Lingg - 1905 www.zeno.org Zenodot Verlagsgesellschaft mbH - Am andern Morgen findet er in seinen Taschen anstatt der Edelsteine und Goldstücke Lehmklumpen und kleine Feldsteine. So hatte der arme Postknecht durch seinen wohlgemeinten Dank das ihm winkende Glück verscherzt. Er ist seit jener Nacht noch oftmals am Kapellenberge, ein lustiges Stücklein blasend, vorübergefahren, aber den Gang zu dem im Berge verborgenen Schatze hat er nicht wieder gesehen. So hatte der arme Postknecht durch seinen wohlgemeinten Dank das ihm winkende Glück verscherzt. Er ist seit jener Nacht noch oftmals am Kapellenberge, ein lustiges Stücklein blasend, vorübergefahren, aber den Gang zu dem im Berge verborgenen Schatze hat er nicht wieder gesehen, als Führer für die preiswerte Übernachtung in der Stadt. Die Wasseroberflächen sind besonders im Frühling meistens deutlich kühler als die Landoberflächen. Die nach Erreichen des Taupunkts gebildeten Wassertropfen lagern dann als dünne Nebelschicht über der Wasserfläche, wobei man dann auch von einem Kaltwassernebel spricht. In Deutschland ist diese Nebelform vor allem im Spätfrühling an der Ostsee anzutreffen und durch Advektion warmer Luft aus dem südeuropäischen Raum bedingt. Besonders folgenreich ist diese Nebelform dann, wenn es am Tag durch eine Erwärmung im Landesinneren zu Seewind kommt. Der eigentlich über dem Wasser lagernde Nebel wird dann an die Küsten advehiert und kann mehrere Kilometer ins Landesinnere reichen. Ein solcher Küstennebeleinbruch ist von einem erheblichen Wechsel von Sicht- und Temperaturbedingungen geprägt und tritt zudem überaus plötzlich auf, kann also zu erheblichen Gefahren vor allem im Straßenverkehr führen. Zudem ist durch die vergleichsweise kleinen Tröpfchengrößen des Küstennebels eine erhebliche Helligkeitsreduktion zu erwarten. Die vor allem im Herbst anzutreffende Situation noch recht warmer Wassertemperaturen und vergleichsweiser kalter Luft führt zum Warmwassernebel, bei dem im Regelfall Mischungsprozesse dominieren, weshalb er auch hier eher den Mischungsnebeln zugeordnet wird. […] Mehr lesen >>>


Aber eine Bedingung muß ich dennoch stellen.

Ich bin begierig, die Art und Weise kennen zu lernen, wie diese Kurden den Bären jagen, und darum wünsche ich nicht, daß Ihr sofort schießt. Laßt ihm erst einige Speere geben! Nicht? Werde Euch den Gefallen thun. Aber nehmt Euch wohl in acht! Schießt ihm in das Auge oder grad in das Herz, sobald er sich erhebt. Die hiesigen Bären sind zwar nicht sehr schlimm, aber man kann doch immerhin Gefahr laufen. Ha! Wollt Ihr mir einen Gefallen thun? Recht gern, wenn ich kann. Tretet mir für diese Weile Eure Büchse ab. Sie ist viel besser als die meinige. Tauscht Ihr mit mir so lange? Wenn Ihr mir versprecht, daß sie dem Bären nicht zwischen die Tatzen kommen soll! Werde sie in meinen eigenen Tatzen behalten! So gebt her! Wir tauschten die Gewehre. Der Engländer war ein guter Schütze, aber ich war doch neugierig, wie er sich einem Bären gegenüber verhalten werde. Die Schar der Kurden löste sich auf. Die Hälfte derselben ritt aus Elfenlied und Menschenleid welche Völker Ihm den Gehorsam weigern? welcher Neid sich Ihm widersetzen, welcher Welsche Ihm zu folgen zögern? Und wenn sich auch bisher an Diesem und Jenem ein schwacher Hauch gezeigt hat, aus dem man hätte schließen mögen, daß er von Gott wenn man die Mängel beider dieser Infanterien erkannt hat, eine neue ordnen, welche den Pferden widersteht, und vor dem Fußvolk sich nicht fürchtet; welches nicht durch die Art der Truppen, sondern durch die Veränderung der Schlachtordnungen bewirkt werden wird. Jeden stinkt diese Barbarenherrschaft an. Und nicht zu sagen ist es, mit welcher Liebe ihn die Provinzen alle empfangen würden, die unter dieser Fremdlingsfluth gelitten haben, mit welchem Durst der Rache, mit welcher eisernen Treue, mit welcher Frömmigkeit, welchen Thränen. Eine betäubende Weihrauchs-Atmosphäre umgibt uns, Litaneien und Hymnen schlagen an unser Ohr, wie ungeheure Monstranzen funkeln uns die Kirchen und Klöster mit der Pracht ihrer Altäre entgegen, auf Tritt und Schritt folgt uns die Legende, um uns mit aufgehobenem Finger zu bedeuten, dass wir auf heiligen Steinen, an heiligen Häusern vorüber, an heiligen Gewässern entlang gehen. Die grauen Felsriesen schimmern silbern im Mondlicht, und in ihren tausend Furchen und Spalten glänzt noch der Schnee. Doch warum, o schöne Herrin, Sind gerichtet deine Blicke Dorthin nach der Saalesecke? […] Mehr lesen >>>


Vogelsang erschallt

Aus dem wilden Lärm der Städter Flüchtet er sich nach dem Wald. Lustig rauschen dort die Blätter, Lust'ger Vogelsang erschallt. Doch der Sang verstummet balde, Traurig rauschet Baum und Blatt, Wenn der Traurige dem Walde Langsam sich genähert hat. Quelle: Heinrich Heine Romanzen Junge Leiden - 1817-1821 Buch der Lieder Hamburg 1827 www.zeno.org Das unvermutete Glück aber macht den andern Mann stolz, er empfängt diejenigen, welche ihm Glück wünschen wollen, auf eine sehr hochmütige Art und wirft ihnen in einer bittern Anrede ihre schändliche Aufführung vor. Es wird ein Betrieger aufgeführt, welcher sich für einen Goldmacher ausgibt und einen vornehmen Herren zu hintergehen sucht, welcher sich denn auch durch dessen List dergestalt einnehmen läßt, daß er glaubt, den Stein der Weisen bereits zu besitzen. Sobald sich das Gerüchte ausbreitet, daß dieser Mann aus gemeinem Stande durch Hülfe eines Pulvers Gold machen kann, so geraten alle Einwohner der Stadt in Verwunderung, und auch diejenigen, welche ihn vor kurzer Zeit verachtet hatten, dringen nebst andern in sein Haus, um ihren Glückwunsch abzulegen, und verraten dadurch ihre schändliche Verstellung. So kam die Zeit heran, wo Hnochzeit sein sollte. Es war noch warm von den Körpern der Beter. Es zielt aber dieses Lustspiel nicht allein auf die Goldmacher, sondern es begreift auch andre Vorstellungen in sich, welche diese Komödie sehr reizend und angenehm machen. Jede Nacht mehr als eine Träne in meinem Auge. Zu tragen eine Last und doch einsam zu sein. Nnoch schrieb man das Jahr 1912. Durch seine Seele geht Ein stumm Gebet Ave Maria! Mein Weg zuerst sichtbar, war nun nicht mehr da. Mit Grausen sah er das, was einmal Ebenbild der Gottheit war, an der schwarzen Schiffswand hingleiten und er wußte, was im nächsten Augenblick geschehen würde. So trennte sich, was nach oben strebte vom Fleisch, und die Schwere wurde das herrschende Gesetz. Bald geht mein Zug, denn heute ist der letzte Tag. Sie tat, als ob sie nach mir suchte, und rief. Für mich war es das Schönste auf der Welt. Sie strahlte uns alle mit ihrem alten Lächeln an. Er wollte aufschreien, nach der Kommandobrücke hinaufrasen, er vermochte es nicht. […] Mehr lesen >>>


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