Dem Sommernachtstraum

Verschwendete der Baum sein keusches Blühen,
So singt er sich: Zikaden sind bereit.
Verstummen sie, um ihre Schlummerzeit,
So möchten Himmelszweige Sterne sprühen.

Auch Menschen recken sich aus Knochenmühen:
Die Seele hüllt bei Wind ein leichtes Kleid,
Wie sind den Traumgespielen Wiesen weit,
Gebüsche heimlich für der Wünsche Glühen!

Silene horchen schon mit Silberohren,
Ob, Mond genannt, die Himmelsperle kommt;
Dann wispern Nymphen unter Felsentoren.

Verschleiert, wie es einer Jungfrau frommt,
Reut Arethusa ihr so zartes Flüstern;
Ein Satyr unter Feigen liebt sie lüstern.

Theodor Däubler
Attische Sonette
Leipzig 1924
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Ruh und Segen

Posted by Admin on Mai 29. 2012 Filed under Uncategorized | Comments (2)

Gewandert bin ich ohne Stern, fand nirgends Ruh und Segen, das holde Glück zog meilenfern vorüber meinen Wegen; Zuweilen klang in stiller Nacht sein Ruf mir leis und linde, er klang so süß, er lockt mit Macht und ist verweht im Winde. Das kleinste Glück, wenn es nur ununterbrochen da ist und glücklich macht, ist ohne Vergleich mehr Glück als das größte, das nur als Episode, gleichsam als Laune, als toller Einfall, zwischen lauter Unlust, Begierde und Entbehrung kommt. Bei dem kleinsten aber und bei dem größten Glücke ist es immer eins, wodurch Glück zum Glücke wird: das Vergessenkönnen oder, gelehrter ausgedrückt, das Vermögen, während seiner Dauer unhistorisch zu empfinden. Wer sich nicht auf der Schwelle des Augenblicks, alle Vergangenheiten vergessend, niederlassen kann, wer nicht auf einem Punkte wie eine Siegesgöttin ohne Schwindel und Furcht zu stehen vermag, der wird nie wissen, was Glück ist, und noch schlimmer, er wird nie etwas tun, was andre glücklich macht. Inneres Glück und die Allgegenwart des Herrn, mit etwas Glück sehe ich Nilwarane und mit ganz viel Glück und bisher auch nur ein einmaliges Event, ein Nilpferd! Dann freu ich mich sogar auf die kalte Dusche, auch wenn die morgens natürlich nicht so nett ist. Am Nachmittag ist bei mir meistens nicht mehr so viel los. Manchmal fahre ich zum Nile Rivers Camp, dem mit Abstand schönsten Platz in Jinja, manchmal muss ich einkaufen oder ich treff mich nochmal mit Malte. Die niedrigen Temperaturen verzögern den biologischen Abbau des Öls. Vor allem in den Uferzonen lagern noch immer Reste der schwarzen Pest. Viele Tierarten leiden bis heute unter der Katastrophe. Ich lasse das Fenster herunter, und ein weicher Sommerwind wellt durch den Raum. Sagt Hamlet doch: Was uns im Schlaf für Träume kommen, ja, da liegts! Wir messen nämlich den Zwischenraum selbst von irgendeinem Anfange bis zu einem Ende. Die Nacht der fröhlichen Schoko-Weihnacht-Zeitzeugen mit tollen Schoko-Gewinnen. […]

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Naturverschwisterung durch Grases Wogen

Posted by Admin on Mai 29. 2012 Filed under Uncategorized | Comments (2)

Wie ein gezäumter Renner mit weiten Nüstern lauscht, wenn frei durch Grases Wogen der Brüder Rudel rauscht: So horcht mein Haupt und taucht Vom Fenster in die Nacht, Wenn draußen wilder Lüfte Stürmender Drang erwacht. Da neigen sich und flüstern Willkommen Baum und Strauch, Die heiße Stirn umschmeichelt des Regens kühler Hauch, und aus der Blätter Rauschen, aus Sturmes wogendem Laut tönt rührend eine Stimme Geschwisterlich vertraut. Gras ein Überblick der zu Zeiten, wo die Feldgeschäfte weniger streng giengen und keine häusliche Verrichtung meiner wartete, holte ich ein Buch aus der Hausbibliothek. Diese aber bestand nur aus Schriften, wie Pater 47 Kochems Leben und Leiden Christi. Die Bilder in diesem Buch waren teilweise entsetzlich. Die Verdammten wurden gespießt, gerädert, gevierteilt, zersägt, geschunden, gesotten, und aus Mitleid mit den Armen hab ich da manchem Teufel den Arm und die Augen ausgekratzt. Besonders zogen mich die zwei ersten Teile des Buchs an, worin eine mit allerlei Legenden ausgestattete Beschreibung des gelobten Lands und eine phantastische Schilderung des Paradieses und des Himmels enthalten waren. Aber was bedeuteten die unter dem Text angebrachten fremdartigen Buchstaben und Wörter? Meine Neugier wurde einigermaßen befriedigt, als eines Tags der Schneiderrichard zu uns auf die Stör-Mann, und da derselbe auch Glasscheiben und Fensterblei annahm, so suchte ich auf der Bühne derlei zusammen und verschaffte mir hiedurch die Möglichkeit zu einem Ankauf. Meine Wahl fiel auf eine Weltbeschreibung in welcher man zwar noch Wundermenschen mit Hundsköpfen oder einem so breiten Fuß, daß er beim Ausruhen im Gras als Sonnenschirm sich benützen ließ, doch aber auch manches Nützliche fand. Als nun einst in der Schule die Aufgabe gestellt wurde, es solle jeder sechs Städtenamen auf die Tafel schreiben, so brachten meine Kameraden vielleicht Saulgau, Riedlingen, Buchau, Biberach, Ehingen, Ulm fertig, während ich mit einem ganzen Haufen von Städten aus Italien und China und Amerika aufwartete. Der Lehrer schaute mich ganz verblüfft an. Auswendig hätte er selbst nicht so viele Namen gewußt. Woher ich das alles wisse, fragte er. Ich bekannte und war nun Hahn im Korb, was mich antrieb, auch in 50 den anderen Lerngegenständen allen Fleiß zu verwenden und die Süßigkeit des ersten Platzes dauernd zu verschmecken. […]

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Nachforschungen fortzusetzen

Posted by Admin on Mai 29. 2012 Filed under Uncategorized | Comments (2)

So wurden die Dunstmassen gegen halb sieben Uhr, drei Viertelstunden nach Aufgang der Sonne, durchsichtiger. Sie stiegen nach oben. Bald trat das ganze Eiland vor Augen, als tauche es aus einer Wolke empor. Kreisförmig erweiterte sich der Gesichtskreis über dem Meere, nach Osten zu endlos, nach Westen hin aber durch eine hoch aufsteigende, zerklüftete Küste begrenzt. Dort lag das Land, dort die wenigstens vorläufig sichere Rettung. Zwischen dem Eilande und der Küste, die durch einen eine halbe Meile breiten Canal von einander getrennt waren, rauschte das Wasser schnell wirbelnd hindurch. Solange die Sonne am Himmel steht, ist er tätig; höchstens in den Mittagsstunden sucht er im schattigen Gelaube der immergrünen Bäume Schutz gegen die drückende Sonne. In den letzten Monaten der Dürre hat er seine Mauser vollendet und denkt mit dem ersten Frühlingsregen, etwa Anfang September, an seine Fortpflanzung. Bis dahin lebte er in Scharen; jetzt trennt er sich in Paare, und diese kommen nun vertrauensvoll in die Dörfer und Städte herein und spähen nach einer passenden Stelle unter dem Dache des kegelförmigen Strohhauses oder der würfelförmigen Lehmhütte des Eingeborenen. Hier, in irgendeiner Höhlung oder auf einer andern passenden Unterlage, wird ein wirrer Haufen von dürren Halmen zusammengetragen, dessen Inneres aber eine wohlausgerundete, jedoch keineswegs auch sorgfältig ausgelegte Höhlung enthält. Im Notfalle brütet der Blutfink auf Bäumen oder selbst nahe am Boden. So bemerkte ich im Januar in den Waldungen des oberen Blauen Nils ein Weibchen dieses Vogels, das an einer und derselben Stelle ängstlich über den Boden hin und her flog, vermutete, daß es in der Nähe wohl sein Nest haben möge, suchte und fand dieses auf dem Boden in noch nicht zusammengetretenem dürren Grase stehen, wo es der Umgebung auf das vollständigste ähnelte. Es enthält drei bis sieben vierzehn Millimeter lange, elf Millimeter dicke, weiße, sehr rundliche und glattschalige Eier. […]

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Volkes Mitte

Posted by Admin on Mai 29. 2012 Filed under Uncategorized | Comments (2)

Doch, mit Ehrfurcht ausgewichen, In des Volkes Mitte wandelt Das geschmückte junge Eh'paar, Doña Clara, Don Fernando. Bis an Bräutigams Palasttor Wälzet sich das Volksgewühle; Dort beginnt die Hochzeitfeier, Prunkhaft und nach alter Sitte. Der staunende Postknecht erhält nun die Weisung, nur zuzugreifen. Ein weiter und hellerleuchteter Gang liegt vor ihnen. Es werde sein Glück sein. Von den Wänden und der Decke des Ganges flimmert und glitzert es in wundervollem Glanze. Der Postknecht raffte sich auf, in seinen Gliedern fühlte er furchtbaren Schmerz. Nur mit Müh und Not erkletterte er wieder seinen Kutschbock. Beide treten ein. Als der Unvorsichtige aus seiner Ohnmacht erwachte, lag er draußen am Berge auf einem Feldrande. Das Männlein geht voran, furchtlos folgt der Postknecht. Am andern Morgen findet er in seinen Taschen anstatt der Edelsteine und Goldstücke Lehmklumpen und kleine Feldsteine. Doch, o weh! Die Erde zittert. Im Innern des Berges ruht ein unermeßlicher Schatz, bestehend aus Gold und Edelsteinen. Nun fuhr er in das Dorf hinein, wo man ihn längst erwartet hatte. Der Postknecht raffte sich auf, in seinen Gliedern fühlte er furchtbaren Schmerz. Nur mit Müh und Not erkletterte er wieder seinen Kutschbock. Der Mönch verschwindet und stößt Klagerufe aus. Als der Unvorsichtige aus seiner Ohnmacht erwachte, lag er draußen am Berge auf einem Feldrande. Der Gang endet in einem hohen und weiten Gewölbe. Der leichtfertige Postknecht aber wird von unsichtbaren Händen erfaßt und fortgeschleudert, so daß er besinnungslos am Boden liegen bleibt. Beide treten ein. Doch, o weh! So hatte der arme Postknecht durch seinen wohlgemeinten Dank das ihm winkende Glück verscherzt. Da geschieht plötzlich ein donnerähnlicher Krach. Die Straßenbäume warfen eigentümliche, fast gespenstische Schatten. Von den Wänden und der Decke des Ganges flimmert und glitzert es in wundervollem Glanze. Jenseits des Grabens standen ruhig die Pferde mit dem Postwagen. Über das Erlebte schwieg er. Der staunende Postknecht erhält nun die Weisung, nur zuzugreifen. Das Gewölbe bebt. Da öffnet sich plötzlich der Berg. Dann springt er aber vor freudiger Erregung auf das graubärtige Männlein zu, erfaßt dessen eiskalte Hand und ruft überglücklich aus: Ich danke Euch! […]

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Wellen am Ufer, Sterne am Himmel und ein Stück Holz

Posted by Admin on Mai 29. 2012 Filed under Uncategorized | Comments (2)

So ging's nun drei Tage und Nächte weiter, immer dasselbe ohne jede Abwechslung. Dann aber fiel mir ein, eine Expedition ins Innere zu unternehmen. Die Insel war mein Reich, ich war hier sozusagen Alleinherrscher, und wollte jeden Winkel kennen lernen; vor allem aber galt's, die Zeit tot zu schlagen. Ich fand eine Masse Erdbeeren, schöne, ­rote, reife, und dabei eine Menge andrer noch unreifer Beeren, die aber alle mit der Zeit eßbar werden würden, wie ich hoffte. So saß ich also da oben eine, zwei Stunden und hörte nichts und sah auch nichts, meinte aber immer tausenderlei zu sehen und zu hören. Wellen - so gehören Küstenzonen mit stark schwankenden Meerestiefen und unterschiedlichen Strömungsverhältnissen zu den anfälligen Seegebieten, in denen unberechenbar große Wellen auftreten können. Sandbänke und Strömungsverhältnisse sind dafür verantwortlich, dass Wellen ihre Richtung und Geschwindigkeit ändern. Wenn eine Welle, so Janssen gegenüber der BBC, über eine Sandbank oder eine andere Strömung ziehe, könnten solche Wellenbrennpunkte zur Wirkung gelangen. Das Computermodell soll Hotspots erkennen, an denen solche Strömungsüberlagerungen auftreten. Es kommt zu dem Ergebnis, dass an einem Hotspot drei extreme Wellen auf tausend normale kommen, während sich in einem normalen Wellenfeld nur alle 10.000 Wellen drei extremere Varianten finden. Bisher ist das Modell der Forscher rein theoretischer Natur, eine Prüfung der Zuverlässigkeit ist an einem Abschnitt der Cortes Bank knapp 200 Kilometer vor der Küste von Südkalifornien mittels realer Messdaten geplant. Die Cortes Bank gilt als eine Zone, in der sich unterschiedliche Energieströme im Meer kreuzen. Ein bewachter, flach abfallender Sandstrand ohne Steine oder Buhnen ist Voraussetzung. Bevor man sich aufs Wasser wagt, sollte man sich ausgiebig mit den Sicherheits- und Vorfahrtsregeln vertraut machen. Surfer gehen üblicherweise ins Wasser, wenn gute Wellen vorhanden sind, also haargenau zu dem Zeitpunkt, an dem Schwimmer nicht mehr in die Brandung gehen. Daher hat der Surfer das Risiko selbst zu tragen. Außerdem sollte man über eine ausreichende körperliche Fitness verfügen, um die Gefahr von Verletzungen zu reduzieren. […]

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Wo hast du meine Waffen und die andern Sachen?

Posted by Admin on Mai 29. 2012 Filed under Uncategorized | Comments (2)

Ich habe sie nicht. Sie werden sich finden. Höre, Nedschir-Bey, hast du kein besseres Pferd als dieses? Ich habe Pferde genug! Das ist mir lieb. Ich werde sie mir morgen ansehen und mir eins derselben auswählen für das, das du mir heut erschießen ließest. Der Scheitan wird dir eins geben. Morgen um diese Zeit bist du wieder gefangen! Wollen sehen! Jetzt trat wieder Stille ein. Er trabte gezwungener Weise nebenher, der Hund hart an seinen Fersen, und bald sahen wir Lizan vor uns liegen. Der Ort hatte sich während meiner Abwesenheit in ein Heerlager verwandelt. Drüben auf dem rechten Ufer des Zab herrschte vollständige Dunkelheit, hüben aber brannte Feuer an Feuer, an welchen zahlreiche Männergruppen lagen oder standen. Das größte Feuer brannte vor dem Hause des Heimdall, wie ich schon von weitem bemerkte. Um jeden unnützen Aufenthalt zu vermeiden, setzte ich mein Pferd in Trab; der Gefangene mußte gleichfalls traben. Dennoch erkannte man mich allenthalben. Der Fremde, der Fremde! erscholl es. Der König verwendet, seitdem er das Jagdrecht der oben namentlich aufgezählten Gemeinden erworben, verhältnismäßig bedeutende Summen auf die Hege des edlen Wildes und bringt alljährlich im Juli und August, d. h. Er hat auf der andern Seite nie, wie so viele von Frankreichs vorzüglichsten Schriftstellern, eine furchtbare oder empörende Handlung mit derselben stoischen Ruhe und in demselben Tone berichten können, mit welchem man erzählt, wo ein Mann von Welt seine Cigarren kauft oder wo man den besten Champagner erhält. Aber der schmale Pfad, auf welchem er wandelt, ist genau derjenige, welcher ihm vom Instincte seines Innern, von dem rein individuellen und doch so complicirten Wesen angewiesen wird, das seine Natur ausmacht. Im Vergleich mit Swidger scheint er kühl, und im Vergleich mit Folkward naiv. Er hat sich nie geberdet, als ob er mit seinem Herzblut schreibe, wenn er ruhig als Künstler formte, und er hat sich geduldig darin gefunden, dass die Kritik ihm Mangel an Wärme vorwarf. So begann wenige Monate nach dem letzten Tag im Winter der Kampf, wie eine der Insurgentenmuenzen ihn darstellt, des sabellinischen Stiers gegen die roemische Woelfin. […]

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Besitz ferner Tage ist Freude und Frieden

Posted by Admin on Mai 29. 2012 Filed under Uncategorized | Comments (2)

Die Sonne überstrahlt dein Bild, mein Herz wird warm und freut sich. Dein liebes Bild. Alles Licht ferner Tage erneut sich. So recht in tiefstem dankbar sein, daß ich dir durfte begegnen, diese Frucht blieb mein. Kann Liebe ein Leben reicher segnen? Ich durfte dich nicht besitzen, es war viel Schmerz meiner Liebe beschieden. Es war. Nun ist alles Freude und Frieden. Einzig im Ecktafelsaal waren 1767 bereits zwei neue, moderne Öfen gesetzt worden. 27 1782 wurde für 15.000 Taler eine Baumaßnahme in den Paradezimmern und anderen Schlossräumen angezeigt, jedoch handelte es sich hier hauptsächlich um die Neuausstattung einiger Zimmer hinter dem Paradeappartement in der Südwestecke. 28 Hier entstanden ein neues Schreibkabinett, ein Toilettenkabinett sowie einige Gardeobenzimmer, in welche unter anderem Möbel aus der Verlassenschaft der 1780 verstorbenen Kurfürstenmutter Maria Antonia untergebracht wurden. 29 Die Rückbesinnung auf die glanzvolle Zeit des Urgroßvaters, Augusts des Starken, sollte als verlässliche Basis für eine Konsolidierung wettinischer Herrschaft fungieren. Hatte schon jener die griechischen Helden und Götterscharen als allegorisches Tugendprogramm einer weisen Regierung in den Plafondgemälden einiger Paradesäle personifizieren lassen, war nun der Urenkel gefragt mit kluger Hand das von den Kriegereignissen zerrüttete Land wieder auf einen aufstrebenden Pfad zu führen. Das Bildprogramm behielt seine Berechtigung und Gültigkeit bei. Die Aufstellung mehrerer 1768 angekaufter französischer Prunkuhren aus dem Brühlschen Besitz im Paradeappartement kann zum einen dahingehend gedeutet werden, dass der Kurfürst keine persönlichen Differenzen zu Brühl und dessen Repräsentationsbestreben im Dienst des sächsischen Herrscherhauses hatte, zum anderen zeugten die Stücke von höchstem künstlerischen Niveau, das maßgebend war um die entstandenen Fehlstellen in den hochrangigsten Repräsentationsräumen zu ersetzen. Jetzt bringt man aus Indien freie Leute, Männer, Frauen und Kinder, die sich nur kontraktlich zu einem zehnjährigen Aufenthalte verpflichten. Die Leute können hier das Zwanzigfache verdienen, wie in ihrer Heimat, können nach zehn Jahren als reiche Leute zurückkehren. Aber nur wenige tun das, die meisten bleiben in der ihnen lieb gewordenen neuen Heimat. Früher zwang man die Nigger mit Gewalt zum Christentum, heute lässt man die Hindus ruhig in der Religion, die ihnen lieb ist; man lässt ihnen ihre Sitten und Gebräuche, ihre Sprache und ihre Kostüme, lässt ihnen sogar, wenn auch in beschränktem Masse, ihre Gifte, Haschisch und Ganga. […]

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Ämter und Städte Koburg, Rodach, Neustadt an der Haide

Posted by Admin on Mai 29. 2012 Filed under Uncategorized | Comments (2)

Linie Koburg, gestiftet vom zweiten Sohne Ernst des Frommen, Albrecht, 1680, erhielt die Ämter und Städte Koburg, Rodach, Neustadt an der Haide, Sonneberg, Sonnefeld, Neuhaus und das Kloster Mönchroden, erlosch aber schon 1699 wieder. Über ihr Land wurde nach einem langen Erbschaftsstreit zwischen Gotha, Meiningen, Hildburghausen und Saalfeld durch einen Ausspruch des Reichsrathes 1720 entschieden, gegen welchen aber Meiningen bis 1735 protestirte, worauf eine kaiserliche Commission den Spruch zur Vollziehung brachte, obschon man über einzelne Punkte bis 1753 fortstritt. Die Erbschaft wurde unter Saalfeld, Hildburghausen und Meiningen getheilt; der Herzog Christian Ernst von Saalfeld erhielt die Ämter und Städte Koburg und Rodach, das Kloster Mönchroden und einen Theil von Neuhaus; der Regierungssitz und die Regierungsbehörden, außer Saalfeld, wurden nun nach Koburg verlegt und die Linie nahm den Namen Koburg-Saalfeld an. xx […]

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